Telekom mietet Leitungen vom Wettbewerber

© Marko Greitschus/Pixelio
Die Deutsche Telekom hat mit dem Kölner Stadtnetzbetreiber Netcologne einen Kooperationsvertrag für den Zugang zu ihren Endkunden für schnelle Internetanschlüsse abgeschlossen und betritt damit Neuland.
Der mit dem Stadtnetzbetreiber Netcologne abgeschlossene Kooperationsvertrag bietet der Telekom die Möglichkeit, die Vorreiterrolle von Netcologne beim Glasfaserausbau zu nutzen. Die Leitungen führen bis in die Wohnhäuser (FTTB) und ermöglichen Durchlassgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s.
Dagegen mietet Netcologne VDSL-Anschlüsse der Telekom zu Sonderkonditionen an, um Lücken im eigenen Netz zu schließen. So kann das Unternehmen seinen Kunden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s anbieten.
Grund für den Abschluss dieses Vertrags, der trotz der regionalen Begrenzung eine Wende auf dem Markt von Festnetzanschlüssen einleitet, ist die Abkehr der Telekom von ihren ursprünglichen Investitionsplänen für ein eigenes Glasfasernetz. Unter anderem zwingen die hohen Tiefbaukosten zu Kooperationen mit Netz-gesellschaften bzw. Energieversorgern. Darüber hinaus binden Kabelnetzbetreiber mit ihren über 100 Mbit/s aufgerüsteten Netzen immer mehr Kunden an sich.
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